Über

Enrico Kosenkow ist ein in Osnabrück lebender, 1998 in Damme geborener, Künstler. 2022 machte er sich als freischaffender Künstler selbstständig und arbeitet seither nicht nur als Künstler, sondern auch als Kunstlehrer in einer privaten Kunst- und Malschule.

In seinen aktuellen Werken rückt Kosenkow die Malerei selbst und deren Ausdrucksmöglichkeiten in den Fokus, anstatt sich auf ein explizites Thema wie in seiner bisherigen Serie Punks and Freaks (2024) zu konzentrieren. Der Fokus liegt dabei darauf, die Schönheit der Vielfalt individueller Ausdrucksformen zu betonen. Sei es die Darstellung einer außerordentlichen Szene oder der malerische Ausdruck und Interpretationsspielraum der Figuren im Bild. Er verbindet klassische Maltechniken mit spontaner Abstraktion und schafft so einen lebendigen Dialog zwischen der klassischen Tradition der Malerei, der menschlichen Form, der Natur und abstrakten Elementen.

In seiner Malerei steht der Mensch im Mittelpunkt. Allerdings soll die menschliche Figur dabei nicht mehr nur als Selbstzweck, sondern viel mehr als Symbol für Vielfalt und Komplexität dienen. Besonders interessant sind für ihn die Momente, in denen Nähe und Distanz, Stärke und Verletzlichkeit, Verbundenheit und Einsamkeit aufeinandertreffen. Die Körper sind oft nackt – nicht, um zu provozieren, sondern um Vulnerabilität und Echtheit sichtbar zu machen.

Abstrakte Elemente interpretieren diese Themen neu und laden die Betrachtenden ein, traditionelle Vorstellungen zu hinterfragen und einen kreativen Austausch zu führen. Die Mischung aus realistischen Darstellungen und offenen Farbflächen erlaubt es, das innere Erleben ebenso zu zeigen wie das Äußere. Als Inspiration dienen meistens klassische Motive der Kunstgeschichte, welche auf eine neue Art und Weise interpretiert und in einen zeitgenössischen Kontext gebracht werden, um Fragen nach Identität und Menschlichkeit aus heutiger Sicht zu stellen.

Durch die Verbindung von expressiven, abstrakten Flächen und präzise modellierten Figuren soll ein Spannungsfeld entstehen – ein Raum, in dem das Vergängliche und das Idealisierte, das Körperliche und das Geistige gleichzeitig existieren. Vergangenheit und Gegenwart sollen sich berühren und die Frage stellen, was heute „Menschsein“ bedeutet bzw. was uns als Menschen verbindet.

Der kreative Prozess von Kosenkow ist oft von einem scheinbaren Durcheinander geprägt, in dem klassische Techniken mit abstrakten, spontanen Ausdrucksformen kollidieren. Diese Mischung aus Ordnung und Chaos soll das facettenreiche Leben widerspiegeln – ein Leben, das von Gefühlen und Erfahrungen geprägt ist, die sich auf unerwartete Weise miteinander verweben.

Dieses „künstlerische Chaos“ fordert die Betrachtenden heraus, indem es den Raum für eigene Interpretationen und Perspektiven öffnet. Kosenkow lädt dazu ein, dass die Betrachtenden ihre eigenen Erfahrungen und Wahrnehmungen – Geschichten und Gefühle, wenn man so will – in die Werke einfließen lassen und so in Resonanz mit dem Gesehenen treten.

Werdegang

• Schüler der Kunst- und Malschule Atelier IWA (2011-2017), betrieben und gelehrt von Helena Kosenkow

• Studium (Bachelor) an der Universität Osnabrück: Kunstpädagogik (2017-2024) /

Kunstgeschichte (2017-2019)/ Erziehungswissenschaften (2019-2024)

• Malerei-Lehre bei Wolfgang Meluhn, Beate Freier-Bongaertz, Prof. Thomas Rohrmann

• Selbstständigkeit als freischaffender Künstler seit 2022

• Kunstlehrer seit 2022

• Mitglied im Atelier D23 seit 2024

Ausstellungen

Kontra (2019) – Gruppenausstellung im Lutherhaus Osnabrück

KunstRaum (2019) – Gruppenausstellung im KunstRaum Steinfeld

Stichpunkte (2023) – Gruppenausstellung Osnabrück

HardArt (2023) – Solo-Ausstellung in der Kleinen Freiheit Osnabrück

Creatives Bremen (2023) – Gruppenausstellung bei Filmflut Bremen

OHANA Atelier (2024) – Gruppenausstellung in Osnabrück

The Stage Gallery (2024) – Gruppenausstellung in Bonn

Kulturnacht Osnabrück – Gruppenausstellung im Atelier D23 (Dielingerstraße 23, Osnabrück)

BBK Osnabrück (2025) – Gruppenausstellung im Kunstquartier (Osnabrück)

Discovery Art Fair Frankfurt (2025) – Kunstmesse in der Messehalle Frankfurt

Nominierungen

Kunstförderung für das Atelier D23 durch die Ingeborg Sieber-Stiftung (2024)  

Kunstförderung durch die Inge Römer Stiftung (2024)

Kunstpreis Deutschland/ Germany Artprize (2025) – Werk: „torture me“

Jackson’s Art Prize (2025) – Longlist